Erster Versuch über meine Arbeiten
oder
Symbol und Sinnbild als Wegweiser in eine andere Welt
Nachdem ich lange Zeit nach einer skulpturalen Möglichkeit gesucht habe, um Begriffe wie Autonomie und Leichtigkeit
(im Sinne von Gelassenheit) mit künstlerischen Mitteln auszudrücken, glaube ich nun, einige interessante Ansätze
gefunden zu haben. „Wenn die Seele das Symbol erforscht, wird sie zu Vorstellungen geführt, die jenseits des Zugriffs
des Verstandes liegen“, sagt der Psychologe C.G. Jung. Ich verstehe meine Arbeiten als das Ergebnis einer langjährigen
skulptural - ästhetischen Expedition, nach deren Rückkehr es mir möglich geworden ist, durch eine authentische
Symbolsprache eigenständige und einzigartige Werke zu schaffen. Mit meinen künstlerischen Arbeiten zeige ich einen Teil
meiner Gefühlswelt, die ich in der Vergangenheit durchlebt habe und die ich nun, mit Hilfe meiner Entdeckungen, anderen
Menschen zugänglich machen möchte. Die Überwindung der Schwerkraft ist ein alter Menschheitstraum, den schon der
griechische Baumeister Dädalus geträumt hat. Mein Traum ist es hingegen, die menschliche Schwerkraft mit Hilfe
von metaphysischen Möglichkeiten zu überwinden.
„Auf dass der Mensch von düsterer Erdenschwere zur lichten Leichtigkeit finde“. (Goethe)
So könnte die Botschaft auch für meine Installationen lauten. Und wie es scheint, haben meine Projekte schon viele Betrachter
positiv angesprochen. Hierzu drei Auszüge aus dem Gästebuch eines Potsdamer Projektes, 2005:
- „ Welch eine Leichtigkeit überkommt mich bei der Betrachtung. Ich beginne zu schweben; alles Belastende fällt von
mir ab. Eine wundervolle Arbeit in unserer fantasielosen Zeit. Ein großes Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit vermittelnd."
- "Ihre Werke fangen den Blick des Betrachters und lassen ihn so in die Welt dieser Objekte eintauchen.
Umweltvergessend, inspirierend, faszinierend. Sie wecken das Interesse an der Stabilität dieser Filigranität. Sie sind ein
Kontrapunkt zu der aller Orten vorherrschenden Schwerfälligkeit in unserer Zeit."
-"Vielen Dank für ihre fliegende Ausstellung! Diese Ruhe in der Unruhe ist einfach wunderbar beruhigend und anregend!“
Auch wenn die Wirkung von Kunst auf den Menschen sehr vielfältig ist, so scheint sie in Bezug auf meine Arbeiten bei vielen
Menschen ähnlich zu sein. Dies liegt vermutlich auch an der Verwendung einer archetypischer Symbolsprache.
Der Psychologe C.G. Jung sieht in archetypischen Strukturmustern „ vererbte Bilder und Vorstellungen, die Menschen aller
Zeiten und aller Kulturen gemeinsam sind, da sie zum kollektiven Unbewussten der Menschheit gehören“.
Berlin, im Juni 2006
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